Lokaltyp in Berlin
Restaurants in Berlin
Berlin hat keine einheitliche Restaurantkultur, sondern mehrere nebeneinander: die klassische, im Westen gewachsene gehobene Küche, die internationale Küche der Einwanderungsgeschichte und die junge, kleinteilige Szene der letzten fünfzehn Jahre. Wer weiß, welche davon er sucht, findet in dieser Stadt fast alles.
Die vier Restaurantwelten Berlins
Klassische Spitzenküche
Sitzt überwiegend in Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte – rund um Savignyplatz, Ku’damm und Gendarmenmarkt. Französisch geprägt, mit tiefen Weinkarten, Service in mehreren Gängen und entsprechendem Preisniveau. Menüs starten meist dreistellig, Reservierung ist Pflicht.
Internationale Küche
Berlins Stärke. Türkische und arabische Küche in Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, vietnamesische in Lichtenberg, chinesische und taiwanische an der Kantstraße. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier mit Abstand am besten.
Die kleine Küchenszene
Zwanzig bis dreißig Plätze, kurze Tageskarte, oft Naturwein. Konzentriert im Gräfekiez, im Reuterkiez und rund um die Torstraße. Reservierung nötig, Ruhetage häufig.
Nachbarschaftsrestaurants
Der größte, unspektakulärste und wichtigste Teil. Italiener, Griechen, Gaststätten und Familienbetriebe, die seit Jahren dasselbe gut machen. In jedem Bezirk zu finden, am dichtesten in den Wohnlagen abseits der Hauptachsen.
Praktische Hinweise
- Reservieren: Je kleiner die Küche, desto wichtiger. In Imbissen und vielen internationalen Lokalen dagegen unüblich.
- Bezahlen: Kartenzahlung ist inzwischen weit verbreitet, aber nicht selbstverständlich – in älteren Betrieben und Imbissen gilt weiter Bargeld.
- Trinkgeld: Üblich sind rund fünf bis zehn Prozent, aufgerundet.
- Ruhetage: Montag und Dienstag sind in der kleinen Szene die häufigsten Schließtage.
Weiter im Portal
Nach Bezirk sortiert finden Sie alles unter Essen und Trinken in Berlin. Für die Spitzenküche der Hauptstadt lohnt unser Guide Gourmet-Erlebnisse in Berlin; einen bundesweiten Überblick gibt Die besten Gourmet-Restaurants in Deutschland.
Häufige Fragen
Wie viele Sternerestaurants hat Berlin?
Berlin liegt seit Jahren im zweistelligen Bereich und gehört damit zu den am dichtesten besternten Städten Deutschlands. Weil sich die Liste jährlich ändert, prüfe den aktuellen Stand im laufenden Guide Michelin.
Was kostet ein Abendessen in Berlin?
Ein Hauptgericht im Nachbarschaftslokal liegt meist zwischen 14 und 22 Euro, in gehobenen Restaurants zwischen 28 und 45 Euro. Menüs in Sternehäusern beginnen in der Regel im dreistelligen Bereich.
Wie lange im Voraus muss ich reservieren?
In gefragten Häusern zwei bis acht Wochen, bei Sternerestaurants am Wochenende auch länger. Für Dienstag- bis Donnerstagabende sind die Chancen kurzfristig deutlich besser.
Woran erkenne ich ein gutes Lokal?
Kurze Karte, erkennbare Saisonalität, Tagesempfehlungen, die wirklich wechseln, und ein Publikum aus der Nachbarschaft. Sehr lange Karten mit Gerichten aus mehreren Küchen sind fast immer ein schlechtes Zeichen.