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Berliner Bezirk

Essen in Neukölln

Stadtansicht bei Nacht
Symbolbild. Foto: unbekannt / rawpixel – CC0 1.0

Neukölln ist der Bezirk mit dem stärksten Gefälle in Berlin. Der Norden zwischen Hermannplatz und Landwehrkanal hat sich in gut zehn Jahren von einer preiswerten Nachbarschaft zu einer der dichtesten Gastro-Zonen der Stadt entwickelt. Südlich davon, in Britz, Buckow und Rudow, ist Neukölln geblieben, was es lange war: bodenständig, gewachsen, ohne Publikum von außen.

Die Lagen

Sonnenallee

Die wichtigste kulinarische Achse des Bezirks und eine der wichtigsten der Stadt. Levantinische Restaurants, Bäckereien, Konditoreien, Gemüsehändler und Fleischereien liegen über mehrere Kilometer aneinandergereiht. Wer hier zum ersten Mal isst: Meze bestellen statt Hauptgericht, das ist die Stärke der Küche.

Reuterkiez und Weserstraße

Die junge Szene. Kleine Küchen mit zehn bis zwanzig Plätzen, wechselnde Tageskarten, Naturweinbars, Specialty Coffee. Viele Betriebe öffnen erst am späten Nachmittag und haben zwei Ruhetage – Öffnungszeiten vorher prüfen lohnt hier besonders.

Hermannplatz und Karl-Marx-Straße

Dichter Durchgangsverkehr, entsprechend viel Schnellgastronomie. Dazwischen liegen einige sehr gute türkische und arabische Grilllokale, die vor allem mittags von Nachbarschaft und Handwerkern leben.

Britz, Buckow, Rudow

Gaststätten, Vereinsheime, Gartenlokale. Wer klassische deutsche Hausmannskost zu vernünftigen Preisen sucht, wird hier eher fündig als in der Innenstadt.

Was den Bezirk ausmacht

Neukölln hat die beste arabische Konditorei Deutschlands und gleichzeitig die experimentierfreudigste kleine Küchenszene Berlins – zwei Welten, die sich räumlich überlappen, aber gastronomisch kaum berühren. Genau das macht den Bezirk interessant.

Praktisch

  • Bezahlen: An der Sonnenallee überwiegend Bargeld.
  • Beste Zeit: Für levantinische Küche der späte Abend, dort wird lange gegessen. Für den Reuterkiez die Wochenmitte.
  • Ruhetage: Die kleinen Küchen im Norden haben oft montags und dienstags zu.

Passend dazu: Imbiss und Bistro sowie Cafes in Berlin.

Häufige Fragen

Was sollte man an der Sonnenallee essen?

Die Sonnenallee ist Berlins Zentrum für levantinische Küche: Hummus, Falafel, gegrilltes Fleisch und vor allem Konditorei. Baklava und Knafeh gibt es hier in einer Auswahl, die sonst in Deutschland kaum zu finden ist.

Wo isst man im Reuterkiez?

Rund um den Reuterplatz und die Weserstraße haben sich viele kleine Küchen mit täglich wechselnder Karte angesiedelt. Die Lokale sind klein, die Karten kurz, Reservierung ist meist nötig.

Ist Neukölln günstiger als andere Bezirke?

Im nördlichen Teil kaum noch, dort haben die Preise stark angezogen. Südlich des Ringbahnhofs Neukölln und in Britz liegt das Preisniveau weiterhin deutlich unter dem Innenstadtdurchschnitt.