Lokaltyp in Berlin
Gaststätten in Berlin
Die Gaststätte ist in Berlin dorthin gewandert, wo die Mieten es zulassen: in die Aussenbezirke, die alten Ortskerne und an die Seen. In der Innenstadt ist sie selten geworden, am Stadtrand trägt sie weiterhin einen großen Teil der Gastronomie.
Wo Gaststätten stehen
Historische Ortskerne
Die Spandauer Altstadt, die Altstadt Köpenick, Alt-Marzahn in Marzahn-Hellersdorf und Alt-Tegel in Reinickendorf haben jeweils mehrere Gasthöfe in Gehweite.
Ausflugs- und Seelokale
Am Müggelsee, am Wannsee, am Tegeler See und an der Havel. Meist mit Terrasse, stark saisonal und am Wochenende voll. Mehr dazu unter Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick.
Biergärten
Über die ganze Stadt verteilt, am dichtesten an den Wasserlagen und in den Parks. Von April bis September geöffnet, oft mit eigener kleiner Karte.
Vereins- und Nachbarschaftslokale
In den Wohngebieten von Lichtenberg, Neukölln und Reinickendorf. Günstig, ohne Anspruch auf Publikum von außen, oft mit Kegelbahn oder Saal.
Was auf der Karte steht
Schnitzel in mehreren Varianten, Eisbein, Rouladen, Bratkartoffeln, saisonal Spargel im Frühjahr, Pfifferlinge im Sommer, Gans und Wild im Herbst. Wo die Karte diese Saisonalität mitgeht, ist sie ein gutes Zeichen; wo Spargel im November steht, eher nicht.
Praktisch
- Reservieren: Für Gruppen und an Feiertagen nötig, sonst meist entbehrlich.
- Bezahlen: In älteren Betrieben häufig nur Bargeld.
- Saison: Ausflugslokale im Winter vorher anrufen.
- Gans: Für Martinsgans und Weihnachtsgans wird in Berlin oft schon im Oktober reserviert.
Verwandt: Restaurants in Berlin und Kneipen in Berlin.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Gaststätte und Restaurant?
Die Gaststätte ist bodenständiger: deutsche oder regionale Karte, größere Portionen, oft Biergarten oder Saal, häufig in Familienhand über Generationen. Der Übergang ist fliessend, der Anspruch ein anderer.
Wo gibt es in Berlin klassische deutsche Küche?
Am dichtesten in den Aussenbezirken und alten Ortskernen: Spandauer Altstadt, Altstadt Köpenick, Alt-Marzahn, Alt-Tegel sowie in den Dorfkernen von Kaulsdorf und Mahlsdorf.
Was kostet ein Schnitzel in Berlin?
In Aussenbezirken meist zwischen 13 und 18 Euro, in der Innenstadt zwischen 18 und 26 Euro. Große Portionen und Beilagen sind in Gaststätten in der Regel inbegriffen.
Wann ist Biergartensaison?
Üblicherweise von April bis September, wetterabhängig auch länger. Viele Ausflugslokale schließen im Winter ganz oder öffnen nur am Wochenende.